Schulleiter lehnt in Brief an Eltern Maskenpflicht ab – und wird suspendiert

Die Corona-Pandemie hält die Welt weiterhin in Atem: Mehr als 20 Millionen Menschen haben sich bislang weltweit mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, 222.993 davon in Deutschland. Alle Entwicklungen zur weltweiten Pandemie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

Nach Brief gegen Maskenpflicht: Demo für suspendierten Schulleiter – auch AfD vor Ort

10.44 Uhr: Mehrere Dutzend Menschen haben vor einer Grundschule in Rathenow gegen die Suspendierung des Schulleiters demonstriert. Unter den Demonstarnten waren laut "MAZ" Eltern, Schüler, aber auch Mitglieder der AfD. Unter anderem sei Ralf Maasch, Stadtverordneter der Partei, vor Ort gewesen. 

Weil die Kundgebung nicht angemeldet gewesen sei, habe die Polizei am Montag Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz aufgenommen, sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion West.

Der Schulleiter hatte sich in der vergangenen Woche in einem Brief an die Eltern gegen die Maskenpflicht an seiner Grundschule gewandt. Daraufhin war das Schulamt Neuruppin eingeschritten. Das Bildungsministerium hatte erklärt, dass die Maskenpflicht selbstverständlich auch an dieser Grundschule gelte. Der Schulleiter sei nach die Vorfall suspendiert worden, bestätigte Ministeriumssprecherin Ulrike Grönefeld am Montag.

Urteil zu Covid-Storno: Volle Erstattung auch ohne Reisewarnung

10.40 Uhr: Bei einer vom Kunden wegen der Corona-Gefahr stornierten Reise muss der Veranstalter unter Umständen auch ohne vorliegende Reisewarnung den Preis voll erstatten. Das hat das Amtsgericht Frankfurt in einem am Montag veröffentlichten Urteil (32 C 2136/20) entschieden. Der Kläger hatte am 7. März dieses Jahres von sich aus eine für Mitte April geplante Reise in den Golf von Neapel storniert. Der Veranstalter hatte auf einem Teil des Reisepreises als Stornierungsgebühr bestanden, weil zu diesem Zeitpunkt noch keine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes vorgelegen habe.

Das Gericht stellte aber geringere Ansprüche an einen Rücktritt vom Reisevertrag aus unvermeidbaren und außergewöhnlichen Umständen, bei denen der Veranstalter voll erstatten muss. Grundsätzlich seien hier keine allzu strengen Anforderungen zu stellen, führte das Gericht aus. Reisewarnungen für das Reisegebiet seien nicht zwingend erforderlich und es genüge bereits eine gewisse Wahrscheinlichkeit für eine gesundheitsgefährdende Ausbreitung des Virus. Dies sei zum Zeitpunkt der Reisestornierung bereits für ganz Italien der Fall gewesen. Das Urteil ist rechtskräftig.

Indien meldet mehr als 50.000 Corona-Tote

08.22 Uhr: Indien hat am Montag die Schwelle von 50.000 Corona-Toten überschritten. Laut der Webseite des Gesundheitsministeriums starben bislang 50.921 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion, mehr als 2,6 Millionen sind infiziert. Innerhalb von 24 Stunden meldeten die Behörden mehr als 900 neue Todesfälle. Das Land hat nach den USA, Brasilien und Mexiko die meisten Corona-Toten zu beklagen. dpa

Viele Experten gehen davon aus, dass die Dunkelziffer noch weitaus höher liegt, da in dem zweitbevölkerungsreichsten Land der Erde wenig getestet wird. Zudem werden die Todesfälle oft nicht richtig erfasst. Trotz der steigenden Zahl der Todesfälle schrieb das Gesundheitsministerium am Sonntag im Kurzbotschaftendienst Twitter, dass die Sterberate bei Corona-Infektionen in Indien mit weniger als zwei Prozent "eine der niedrigsten weltweit" sei. 

Das neuartige Coronavirus breitet sich in Indien derzeit vor allem in ländlichen Gebieten stark aus, in denen die Gesundheitssysteme besonders schlecht ausgebaut sind und Schutzmaßnahmen wie das Tragen von Masken und Abstandsregelungen oftmals ignoriert werden. Auch werden Infizierte in diesen Regionen häufig gesellschaftlich geächtet, was Menschen abschreckt, sich testen zu lassen.

TOP-NEWS: Polizei löst illegale Geburtstagsparty mit 250 Gästen auf

08.17 Uhr: Die Polizei hat in Schwerin eine illegale Geburtstagsparty mit rund 250 Gästen beendet. Wie ein Polizeisprecher am Montag mitteilte, wollten die Teilnehmer am Wochenende auf einem ehemaligen Bundeswehrgelände im Waldgebiet Göhrener Tannen den 18. Geburtstag einer jungen Frau feiern.

Als die Beamten anrückten, lief Musik, es lagen Getränkelisten aus und Sonnensegel waren gespannt. Der 25-jährige Veranstalter sei darauf hingewiesen worden, dass solche Veranstaltungen ohne Anmeldung grundsätzlich illegal sind. Zudem sei dies ein Verstoß gegen die Corona-Schutzmaßnahmen.

Der Schweriner habe sich "nicht einsichtig" gezeigt. Daraufhin sei die Party über Durchsagen per Lautsprecher aufgelöst worden. Der 25-Jährige muss nun mit einem Bußgeld rechnen. Die Teilnehmer waren aus ganz Westmecklenburg angereist.

TOP-NEWS: Hofreiter geht nach Corona-Test-Panne auf Söder los

06.29 Uhr: Der Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Anton Hofreiter, hat den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) scharf für seine Politik in der Corona-Krise attackiert. Mit kostenlosen Tests an den Grenzen habe der CSU-Chef "zu viel versprochen", sagte Hofreiter der "Passauer Neuen Presse" (Montag). Mit der Testpanne und den Tausenden nicht informierten Personen über eine Corona-Infektion werde Vertrauen der Bevölkerung verspielt, kritisierte er. Söder sei es darum gegangen "sich als Klassenprimus im Krisenmanagement darzustellen". Hofreiter fügte hinzu: "Bei Söder gehen Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander."

dpa/F. Gentsch Grünen-Fraktionschef Hofreiter hat die Äußerungen Söders scharf kritisiert.  

Versäumnisse sieht der Grünen-Fraktionschef auch bei der Bundesregierung. Sie habe mit den Ländern keine "wirkliche einheitliche Strategie auch mit Blick auf die Corona-Tests" koordiniert.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die Ergebnisse von 44.000 Tests, die meist an den mobilen Testzentren an Autobahnraststätten von Urlaubsrückkehrern in Bayern genommen worden waren, noch nicht bei den Betroffenen gelandet waren. Auch am Sonntag waren noch nicht alle positiv Getesteten informiert. Von 903 mit dem Coronavirus Infizierten waren 46 noch nicht ausfindig gemacht.

TOP-NEWS: Forscher fordern neuartiges Frühwarnsystem

06.20 Uhr: Angesichts der Corona-Krise fordern immer mehr Forscher ein globales Frühwarnsystem für Viren aus dem Tierreich. Eine frühzeitige Entdeckung könnte in Zukunft ähnliche Pandemien verhindern, sagte Stephan Ludwig, Direktor des Instituts für Molekulare Virologie an der Uni Münster, in einem am Montag veröffentlichten Podcast seiner Uni. Wichtig sei eine Überwachung von sogenannten Schlüsselevents wie Lebend- oder Wildtiermärkten in Asien. Das Coronavirus Sars-CoV-2 ist höchstwahrscheinlich von einem Tier auf den Menschen übergesprungen.

"Wenn bei Routine-Untersuchungen auf Lebendtiermärkten vermehrt Infektionen gefunden werden, muss sofort die Bremse reingehauen werden, um die schnelle Verbreitung zu stoppen", sagte Ludwig. Ein Frühwarnsystem könnte von der Weltgesundheitsorganisation oder den Vereinten Nationen eingerichtet werden.

Bereits Mitte Juli hatten Wissenschaftler im Fachjournal "Science" ein solches Frühwarnsystem für Viren aus dem Tierreich gefordert. So könnten auf Tiermärkten und Tierfarmen bestimmte Arten systematisch auf große Virenfamilien wie etwa Coronaviren untersucht werden.

Kurz zuvor hatten Experten des UN-Umweltprogramms (UNEP) und des International Livestock Research Institute (ILRI) davor gewarnt, dass durch Ausbeutung der Tierwelt und Zerstörung von Ökosystemen immer öfter Tier-Krankheiten auf den Menschen übertragen werden könnten.

Die aktuelle Corona-Pandemie sei nicht leicht in den Griff zu kriegen, sagte Ludwig. Dennoch spricht er von einer Art Testfall eines "nicht so superaggressiven Virus, bei dem wir die ganzen Maßnahmen ausprobieren und durchtesten können". Es gebe auch andere Infektionen, bei denen jeder Zweite sterbe.

Lehrer in Solingen mit Coronavirus infiziert – Schule muss geschlossen werden

Montag, 17. August, 06.10 Uhr: Wegen eines positiv auf das Coronavirus getesteten Lehrers bleibt die Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Solingen am Montag und Dienstag geschlossen. "45 Lehrerinnen und Lehrer sowie 90 Schülerinnen und Schüler müssen in Quarantäne", teilte die Schule am Sonntag mit. Der Lehrer sei Ende der Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er habe davor unterrichtet und auch Kontakt zu zahlreichen Kolleginnen und Kollegen gehabt, hieß es.

"Weil der Unterricht an der Schule mit deutlich verkleinertem Kollegium neu organisiert werden muss, bleibt die Schule nach Absprache zwischen Schulleitung und Gesundheitsamt Montag und Dienstag für Präsenzunterricht geschlossen." Ausgenommen davon seien die 5er-Klassen. "Sie können normal zur Schule kommen, weil sie im Gebäude Uhlandstraße von Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet werden, die alle keinen Kontakt zu dem infizierten Kollegen hatten."

Zuvor waren wenige Tage nach Schuljahresbeginn bereits an zwei Schulen in Kleve Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Betroffen seien ein Schulkind einer neunten Klasse der Joseph-Beuys-Gesamtschule in Kleve und ein Kind einer sechsten Klasse der Karl-Kisters-Realschule in Kleve-Kellen, hatte die Stadt am Samstagabend mitgeteilt.

TOP-NEWS: Spahn besorgt über Feiern als Corona-Gefahrenquelle

22.45 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn warnt vor dem Hintergrund steigender Zahlen bei Corona-Neuinfektionen vor Feierlichkeiten als Gefahrenquelle. Es gebe mehr Ansteckungen durch Reiserückkehrer, es gebe im ganzen Land aber auch lokale Ausbrüche, die meist mit Feiern zusammenhingen, sagte Spahn am Sonntagabend im ZDF-"heute journal". "Das ist das, was wir im Blick haben müssen über das Reisen hinaus, betonte der CDU-Politiker. dpa/Oliver Dietze/dpa Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) als Krisenmanager in der Pandemie.

Auf die Frage nach neuen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sagte Spahn, aus seiner Sicht mache es keinen Sinn, wieder den Einzelhandel zu schließen oder Friseure. Mit Alltagsmasken und Abstand könne man dort weitermachen. Ein anderer Bereich macht dem Gesundheitsminister jedoch zunehmend Sorgen: "Feierlichkeiten, Veranstaltungen – dort überträgt es sich sehr, sehr schnell. Deswegen finde ich, müssen wir mit den Ländern nochmal schauen: Was sind die Grenzen, was sind die Regeln für die Größen von Veranstaltungen."

Er verstehe ja, dass man eine Hochzeit mit 100, 150 Gästen feiern wolle, sagte Spahn weiter. Er selbst habe lange genug bei Hochzeiten gekellnert. Eine Hochzeit werde aber irgendwann "sehr gemütlich, wenn es denn eine Hochzeit ist".

"Entweder wir schaffen es, auch aus der Sommerzeit herauskommend die Zahlen unter Kontrolle zu behalten. Oder wir werden eben zuerst den Blick auf die Art von Veranstaltungen richten müssen, bei denen eben besonderes Infektionsgeschehen auftritt. Das sind die eben die geselligen Veranstaltungen, wo Menschen, meistens auch mit Alkohol verbunden, dann entsprechend zusammenkommen", sagte Spahn.

Corona-Pandemie: Erneut mehr als 50.000 Neuinfektionen in den USA

22.43 Uhr: Zahl der Neuinfektionen in den USA verharrt oberhalb von 50.000 Die Zahl der Neuinfektionen in den USA verharrt auf hohem Niveau. Nach Angaben der "New York Times" wurden zuletzt binnen 24 Stunden 50.335 Menschen positiv auf Covid-19 getestet. Am Samstag waren es mit 59.441 deutlich mehr gewesen, an den beiden Tagen zuvor waren es jeweils rund 54.000.

Insgesamt stieg die Zahl der Neuinfektionen damit auf aktuell rund 5,39 Millionen. Die Zahl der Toten legte zuletzt um 1059 zu. Damit sind nach Angaben der "New York Times" bislang 169.600 Menschen in den USA an dem Virus gestorben.

TOP-NEWS: Nur rund 500 Corona-Neuinfektionen in Deutschland – aber kein Grund zur Entwarnung

21.51 Uhr: In Deutschland haben sich bislang 223.519 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, wie aus den Daten der Landesgesundheits- und Sozialministerien hervorgeht. Am Sonntag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 526 (1087 am Samstag). Allerdings haben insgesamt fünf Bundesländer (Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Bremen) am Feiertag keine neuen Zahlen genannt.

Einen Grund zur Entwarnung gibt es angesichts der "nur" rund 500 Neuinfektionen dennoch nicht. Da die registrierte Zahl der täglichen Infektionen wegen des Meldesystems stark vom Wochentag abhängig ist, liefert ein anderer Wert einen besseren Anhaltspunkt zum Virusgeschehen: die ans Robert-Koch-Institut gemeldeten Fälle binnen einer Woche. Diese Zahl lag am Sonntag bei 6837 (Datenstand 16.8., 0 Uhr), und damit nur leicht unter den 6914 vom Vortag. Vor einer Woche lag dieser Wert noch bei 5271, vor einem Monat sogar nur bei 2304. Die bei FOCUS Online erfassten Zahlen der Landesgesundheits- und Sozialministerien weichen von den RKI-Zahlen in geringem Maße ab – der Trend bleibt der gleiche.

Das RKI weist außerdem darauf hin, dass nur noch weniger als 30 Kreise binnen sieben Tagen keine Fälle übermittelt haben – einen Monat zuvor waren es noch mehr als 100 gewesen. "Dieser Trend ist sehr beunruhigend."

9201 Menschen sind bislang an den Folgen des Coronavirus gestorben – am Sonntag kam somit keiner hinzu. Laut Robert-Koch-Institut beläuft sich die Zahl der Genesenen auf 201.300. Somit sind rund 13.018 Menschen akut infiziert.

Der R-Wert sank laut RKI leicht von 1,29 und 1,21 und liegt jetzt somit deutlich über der kritischen Marke von 1. Der R-Wert gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 38.515 (1859 Todesfälle)
  • Bayern: 52.873 (2629 Todesfälle) – keine neue Meldung am Sonntag
  • Berlin: 10.252 (224 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3735 (173 Todesfälle)
  • Bremen: 1838 (58 Todesfälle) – keine neue Meldung am Sonntag
  • Hamburg: 5886 (231 Todesfälle)
  • Hessen: 13.433 (526 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 972 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 15.399 (656 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 54.390 (1777 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 8141 (242 Todesfälle)
  • Saarland: 2973 (174 Todesfälle)
  • Sachsen: 5718 (224 Todesfälle) – keine neue Meldung am Sonntag
  • Sachsen-Anhalt: 2117 (64 Todesfälle) – keine neue Meldung am Sonntag
  • Schleswig-Holstein: 3782 (158 Todesfälle) – keine neue Meldung am Sonntag
  • Thüringen: 3495 (186 Todesfälle)

Gesamt (Stand 16.08.2020, 20.45 Uhr): 223.519 (9201 Todesfälle)

Vortag (Stand 15.08.2020, 19.45 Uhr): 222.993 (9201 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 201.300

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei rund 13.018

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,21

Corona-Tests am Flughafen Tegel nach Übergriff abgebrochen

20.04 Uhr: Die Corona-Teststelle am Berliner Flughafen Tegel ist am Sonntag nach einem Zwischenfall vorzeitig geschlossen worden.  Es habe einen tätlichen Angriff auf einen Mitarbeiter der Teststelle gegeben, teilte Charité-Vorstand Ulrich Frei am Abend mit. Zuvor sei einer Person ein Test verweigert worden, weil sie keinen Anspruch auf das kostenfreie Angebot gehabt habe. "Die Situation eskalierte leider", erläuterte Frei. Die Teststelle sei deshalb um 18 Uhr geschlossen worden, drei Stunden früher als üblich. Am Montag werde sie wieder regulär von 8 Uhr bis 21 Uhr öffnen. Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/

Die Flughafengesellschaft wies darauf hin, dass die Tests für Einreisende nicht nur am Flughafen möglich seien. Dafür sind auch Vertragsarztpraxen vorgesehen.

"Als Vorstand Krankenversorgung ist es meine Aufgabe, mich schützend vor die am Sonntag freiwillig arbeitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu stellen", verteidigte Frei die Schließung. Er nannte zu dem einen Medienbericht irreführend, wonach auch am Freitagabend um 21 Uhr keine Tests am Flughafen Tegel mehr durchgeführt worden seien.

Behörden verweisen Badegäste als illegale Tagestouristen des Landes

19.18 Uhr: Bei einem Polizeieinsatz an einem Badesee in Dutzow bei Gadebusch (Nordwestmecklenburg) ist eine größere Gruppe illegaler Tagestouristen aus Schleswig-Holstein und Hamburg des Landes verwiesen worden. Wie eine Polizeisprecherin sagte, hatten Einheimische am Sonntag bei Temperaturen um 30 Grad insgesamt 36 Fahrzeuge mit auswärtigen Kennzeichen am See gemeldet. An der Badestelle am Dutzower See, wenige Meter von der Landesgrenze entfernt, seien rund 100 Menschen gewesen. Wegen der Corona-Beschränkungen, die Tagestouristen die Einreise nach MV weiterhin untersagt, wurden Polizei und Ordnungsbehörden alarmiert.

Die Badegäste aus dem Nachbarland wurden zur Abreise aufgefordert, zudem wird eine Strafe wegen einer Ordnungswidrigkeit geprüft. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es mit 973 Fällen die bundesweit wenigsten nachgewiesenen Corona-Infektionen. In den vergangenen sieben Tagen wurden landesweit 34 Neuinfektionen gemeldet. Trotz unterschiedlichster Lockerungen dürfen Tagestouristen aus anderen Bundesländern nicht einreisen.

Steigende Corona-Zahlen in Italien bringen Schul-Neustart in Gefahr – Großbritannien wieder über 1.000 Neuinfektionen

18.08 Uhr: Während die Corona-Zahlen innerhalb Europa schon seit einige Wochen wieder spürbar nach oben gehen, stand Italien mit seiner rigorosen Haltung in der Krise verhältnismäßig gut da. Doch jetzt steigen auch die Werte in dem Urlaubsland aktuell wieder an. Das bringt die für den 14. September geplante Wiedereröffnung der Schulen in Gefahr.

Die Zahl der Neuinfektionen stieg am Samstag auf 629 innerhalb nur eines Tages – das ist der höchste Wert seit Ende Mai. Gesundheitsminister Roberto Speranza betonte im öffentlichen Fernsehsender TG1: „Die Wiederöffnung der Schulen hat für die Regierung absolute Priorität.“ Italien hatte in den vergangenen 14 Tagen überhaupt nur 5.606 Corona-Fälle – deswegen gibt dieser neue Anstieg Grund zur Sorge.

Als direkte Folge hat Italiens Regierung am Sonntag angekündigt, ab Montag die Discotheken und auch Strandbäder wieder zu schließen. Für die Abende soll eine Maskenpflicht verhängt werden. Darauf einigten sich Regionalminister Francesco Boccia und Vertreter der Regionen bei einem Treffen am Sonntag.

Gesundheitsminister Roberto Speranza unterzeichnete dann ein Dekret, das am Montag in Kraft treten soll. Demnach muss an Orten, an denen sich "Gruppen bilden", von 18.00 Uhr bis 06.00 Uhr morgens, ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Auch Großbritannien meldet keine erfreulichen Zahlen. Zum sechsten Mal in Folge verzeichnete das Vereinte Königreich mehr als 1.000 Neuinfektionen innerhalb der vergangenen 24 Stunden – 1.040 neue Fälle kamen am Sonntag hinzu. Insgesamt stieg die Zahl der bestätigt mit Corona Infizierten in Großbritannien auf 318.484 (bei 41.366 Todesfällen).

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