Schmidt: „Der Leitsatz ‚Struktur vor Geld‘ ist so einfach wie falsch“

Die Lageberichte von Friedemann Schmidt sind immer besonders. Schmidt ist ein guter Redner, der gut gefüllte Saal schweigt und hängt an seinen Lippen. Auch in diesem Jahr hält der ABDA-Präsident einen Lagebericht mit großen Worten, streift Bereiche der Philosophie und der Psychologie. Als er dann aber zum (politischen) Punkt kommt, verabschiedet sich Schmidt am heutigen Mittwoch in Düsseldorf so ganz nebenbei von einem zentralen Leitsatz der Apotheke: Der Satz „Struktur vor Geld“ ist seiner Meinung nach zu einfach und falsch. Man müsse auch die wirtschaftlichen Punkte mehr in den Blick nehmen.

Es gab einen Punkt während des Gesetzgebungsverfahren zur Apothekenreform, als die ABDA ihren politischen Kurs wechselte: das Rx-Versandverbot war dann nur noch eine Handlungsoption auf Rang zwei, seitdem geht es darum, die Vorteile – auch finanzieller Art – im Apotheken-Stärkungsgesetz mitzunehmen. Bei den Apothekern an der Basis ist dieser Richtungswechsel zumindest gefühlt nie so richtig angekommen: Sie starteten Protestaktionen, wie etwa die Unterschriften-Aktion des Pharmaziestudenten Benedikt Bühler, die mehr als 400.000 Menschen in den Apotheken unterschrieben.

Schmidt hatte es also nicht leicht im Vorfeld seines Lageberichtes am heutigen Mittwoch in Düsseldorf. Im Rücken hatte er zudem den Bundesratsbeschluss zum Rx-Versandverbot – in den Reihen der Delegierten wird schon heiß spekuliert, wer den Adhoc-Antrag zum Rx-Versandverbot als erstes stellt. Aber Schmidt rückte von seiner und der Position, die die ABDA-Mitgliederversammlung beschlossen hatte, nicht ab. Wörtlich sagte er:

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