RKI registriert 15 450 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 80,1

Das RKI meldet an diesem Donnerstag 12.001 Corona-Neuinfektionen, die Inzidenz liegt bei 74,8. Eine Initiative fordert heute in Berlin mehr Hilfe für Corona-Langzeitfolgen. Alle News finden Sie im Corona-Ticker auf FOCUS online.

News zu Corona vom 18. Januar 2023

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RKI registriert 12.001 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 74,8

06.25 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 74,8 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 80,1 gelegen (Vorwoche: 115,7; Vormonat: 236,6).

Diese Angaben liefern jedoch nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem, weil bei weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Es zählen aber nur positive PCR-Tests in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen und Übermittlungsprobleme zur Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI zuletzt 12.001 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 19.379 und 238 Todesfälle (Vorwoche: 181). Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen und Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle schwankt generell deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht an das RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 37.649.808 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Initiative will mehr Hilfe bei Corona-Langzeitfolgen

Donnerstag, 19. Januar 2023, 06.25 Uhr: Mit einer Aktion in Berlin wollen Menschen mit unter anderem Corona-Langzeitfolgen auf die Beschwerden aufmerksam machen und mehr Forschung fordern. Vor dem Reichstagsgebäude sollen laut Veranstalter am Donnerstag (ab 10.00 Uhr) 400 Feldbetten mit Porträts von Betroffenen aus ganz Deutschland gezeigt werden. „Wir fordern Forschung, Anerkennung und Versorgung“, heißt es in der Ankündigung der Initiative „Nicht Genesen“. Es herrsche dringender Handlungsbedarf der Politik, schreibt die Initiative, die sich auch für Menschen einsetzt, die nach einer Corona-Impfung über bestimmte Beschwerden berichten. „Wir geben Long Covid, ME/CFS und Post Vac ein Gesicht“, schreibt sie.

Überreicht werden soll auch eine an die Bundesregierung gerichtete Petition mit gut 60 000 Unterschriften. Die Zeichner fordern etwa den Ausbau von Forschung und Versorgungsstrukturen. Gebraucht würden Therapie- und Medikamentenstudien, sagte Initiatorin und Anmelderin Ricarda Piepenhagen. Als Lehrerin in Mecklenburg-Vorpommern ist sie nach eigenen Angaben seit November 2021 arbeitsunfähig wegen Long Covid. „Wir wollen medizinisch versorgt werden und nicht nur verwaltet.“ Zur Kundgebung angemeldet sind laut Berliner Polizei 100 Teilnehmer.

Long Covid, also länger andauernde Beschwerden nach einer Corona-Infektion, komme bei mindestens zehn Prozent der Covid-19-Infektionen vor, fasste ein Autorenteam kürzlich im Journal „Nature Reviews Microbiology“ zusammen. Weltweit seien nach Schätzungen mindestens 65 Millionen Menschen betroffen, mit täglich weiter steigenden Fallzahlen. Die bisherigen Diagnose- und Behandlungsoptionen beschrieben die Autoren als unzureichend. Sie warnen, dass einem Teil der Betroffenen möglicherweise lebenslange Einschränkungen drohten, sollte nicht gehandelt werden.

Das Spektrum der Long-Covid-Symptome ist sehr vielfältig, auch die Schwere variiert. Dazu gehören zum Beispiel Müdigkeit und Erschöpfung, Kurzatmigkeit, Muskelschwäche und Konzentrations- und Gedächtnisprobleme. Möglich sind laut dem Review auch auftretende Erkrankungen, zum Beispiel Typ-2-Diabetes und ME/CFS.

ME/CFS steht für Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom. Laut Charité-Expertin Carmen Scheibenbogen handelt es sich um eine komplexe und stark behindernde Erkrankung, „an der auch schon vor der Pandemie geschätzt 250 000 Menschen erkrankt waren, oft infolge einer Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus oder einem Influenzaerreger“. Zu den Symptomen von ME/CFS zählen unter anderem Schwäche und Erschöpfung.

„Viele, gerade überwiegend jüngere Patientinnen und Patienten, sind so krank, dass sie nicht mehr arbeiten gehen können“, teilte die Initiative „Nicht Genesen“ weiter mit. Die am schwersten Betroffenen seien dauerhaft bettlägerig und könnten sich nicht mehr selbst versorgen.

Unter „Post-Vac-Syndrom“ werden teils ähnliche Beschwerden wie bei Long Covid gefasst – davon berichten Patienten jedoch nach der Covid-19-Impfung. Dies komme „in seltenen Fällen“ vor, schreibt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung im Internet. Dazu sei bisher noch wenig bekannt. Es gibt dafür auch noch keine spezifische medizinische Definition.

RKI registriert 15 450 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 80,1

Mittwoch, 18. Januar, 06.19 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwochmorgen mit 80,1 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 87,9 gelegen (Vorwoche: 122,8; Vormonat: 267,1).

Diese Angaben liefern jedoch nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem, weil bei weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Aber nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen und Übermittlungsprobleme zur Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI zuletzt 15 450 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 22 119 und 188 Todesfälle (Vorwoche: 269). Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen und Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle schwankt generell deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht an das RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

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