Bei drei Anzeichen sollten Sie Ihre Prostata sofort untersuchen lassen

Hinter häufigem Harndrang oder Erektionsstörungen muss nicht gleich Prostatakrebs stecken. Trotzdem sollten Männer bestimmte Symptome ernst nehmen und mit einem Arzt besprechen. Denn Prostatakrebs versteckt sich häufig hinter vermeintlich harmlosen Anzeichen. Starke Schmerzen treten meist erst spät ein.

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Schätzungen zufolge sind 2018 rund 60.700 Männer neu an der Krebsart erkrankt. Die meisten Betroffenen erfahren erst bei einer Vorsorgeuntersuchung von ihrer Erkrankung, etwa bei einem PSA-Test, bei dem das Blut untersucht wird.

Prostatakrebs ohne eine Untersuchung zu erkennen, ist kaum möglich. Denn typische Warnzeichen gibt es nicht. Allerdings sollten Männer bei gewissen Beschwerden stutzig werden und einen Arzt aufsuchen.

1. Probleme beim Wasserlassen

Die Prostata liegt unterhalb der Harnblase. Verändert sich ihre Form, kann sich das auf den Toilettengang auswirken. Mögliche Beschwerden sind:

  • Schwierigkeiten, mit dem Wasserlassen zu beginnen
  • schwacher Harnstrahl
  • Wasserlassen dauert ungewöhnlich lange
  • Urin tropft aus der Harnröhre nach
  • Blase entleert sich nicht vollständig
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • häufiger Harndrang, auch in der Nacht

Grund dafür könnte ein Krebstumor sein, der auf die Harnröhre drückt. Häufiger ist aber eine gutartige Vergrößerung der Prostata, die meist harmlos ist. In beiden Fällen sollten Sie jedoch zum Arzt gehen und die Ursache abklären lassen.

2. Blut oder Verfärbungen im Urin

Auch Blut oder auffällige Verfärbungen im Urin oder der Samenflüssigkeit sollten Männer mit einem Arzt besprechen. Diese Veränderungen können auf eine Entzündung oder Infektion hindeuten, aber auch auf einen Tumor.

3. Probleme beim Geschlechtsverkehr

Eine Veränderung der Prostata kann sich auch beim Geschlechtsverkehr bemerkbar machen:

  • Erektionsstörungen
  • Schmerzen bei der Erektion
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

"Schmerzen verursacht ein Prostatakarzinom meist erst, wenn sich Tumorzellen über das Organ hinaus ausgebreitet haben", erklärt der Deutsche Krebsinformationsdienst.

Wer beim Geschlechtsverkehr Schmerzen verspürt, sollte daher unbedingt zum Arzt gehen. Alle drei Symptome können aber auch harmlosere Ursachen haben.

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wichtig

Zu den weiteren Beschwerden zählen laut dem Krebsinformationsdienst auch Beschwerden beim Stuhlgang oder auch Knochenschmerzen.

Da Prostatakrebs aber erst spät spürbare Schmerzen bereitet, sollten Männer ab einem Alter von 40 Jahren regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung gehen, auch wenn sie sich gesund fühlen.

  • Wie eine Untersuchung abläuft, erfahren Sie hier.

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