Am besten jetzt beginnen! In vier Schritten hältst du dein Gehirn jung und fit

Der durchschnittliche Mittvierziger hat ein deutlich schlechteres Gedächtnis als ein 25-Jähriger – und das Gehirn baut mit den Jahren immer weiter ab, wenn wir nichts tun, um es zu schützen. Die gute Nachricht: Wenn wir frühzeitig eingreifen, können wir den Niedergang verlangsamen.

Die weltweite Lebenserwartung hat sich in den letzten Jahrzehnten spürbar erhöht. In Deutschland liegt die durchschnittliche Lebenserwartung derzeit sogar bei 81 Jahren – Tendenz steigend.

Doch mit dem Alter kommen meist Krankheiten. Allein in Deutschland erkranken jedes Jahr beispielsweise etwa 40.000 Menschen an einer Demenz. Der amerikanische Professor für Psychiatrie, Gary Small, behauptet allerdings, dass es in den Händen eines jeden Menschen liegt, wie gesund er altere und – vor allem – wie gut sein Gehirn sich dabei hält. Das beschreibt er in seinem Buch „2 Weeks To A Younger Brain: An Innovative Program for a Better Memory and Sharper Mind” („2 Wochen für ein jüngeres Gehirn: Ein innovatives Programm für ein besseres Gedächtnis und einen scharfsinnigeren Geist“; bisher nur auf Englisch erschienen).

Dabei spiele die eigene Aktivität sogar eine größere Rolle als genetische Bedingungen, glaubt der Psychiater. FOCUS Online erklärt die vier wichtigsten Schritte seiner „Formel“ für gesundes Altern:

1. Seien Sie aktiv

Schon 20 Minuten schnelles Gehen täglich sollen reichen, um Demenz vorzubeugen. Das Erkrankungsrisiko soll laut Gary Small damit drastisch sinken. Sportliche Aktivität setzt Proteine frei, die Hirnzellen dazu anregen, besser miteinander zu kommunizieren. Außerdem produziert der Körper bei Aktivität Endorphine, die sich wiederum positiv auf die allgemeine Stimmung auswirken – also glücklich und zufrieden machen.

2. Ernähren Sie sich gesund

Wer in der Mitte seines Lebens übergewichtig ist, riskiert damit im späteren Verlauf seines Lebens an Demenz zu erkranken. Small erklärt, dass Menschen, die ihr Gewicht reduzieren, dadurch schon nach zwei Wochen erhebliche Verbesserungen in ihrem Gedächtnis feststellen können.

Außerdem sollen Omega-3-Fette aus Fischen oder Nüssen dabei helfen, Entzündungen, die mit einem Abbau innerhalb des Gehirns in Zusammenhang stehen, zu bekämpfen. Früchte und Obst sollen zudem oxidativen Stress bekämpfen, der zum Verschleiß von Hirnzellen beiträgt.

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3. Vermeiden Sie Stress

In seinem Buch beschreibt er auch den Einfluss von Gefühlen auf den menschlichen Körper. Wer sich beispielsweise für etwas schämt, läuft häufig rot an. Small erklärt, dass emotionale Zustände einen Wust chemischer Reaktionen im Körper hervorrufen. Wer viel Stress hat, schüttet jede Menge zugehöriger Hormone aus, beispielsweise Cortisol. Das kann nicht nur Herz und Magen schaden, sondern auch dem Gehirn. Menschen, deren Gehirne chronisch vermehrt Cortisol ausgesetzt sind, haben demzufolge ein höheres Risiko für Krankheiten wie Alzheimer.

Sein Tipp: Fahren Sie den Körper regelmäßig herunter, indem Sie Sportarten wie Yoga oder Tai-Chi praktizieren oder meditieren. Ebenso positiv wirkt sich der Kontakt zu guten Freunden, guter Schlaf und regelmäßiger Geschlechtsverkehr auf den Körper aus. Denn beim Orgasmus schüttet der Körper Endorphine und andere Hormone aus, die nachweislich positive Effekte auf die Gesundheit – auch des Gehirns – haben.

4. Trainieren Sie Ihren Geist

Gute Kontakte zu Freunden machen nicht nur glücklich, sondern trainieren auch das Gehirn. Schon eine zehnminütige, anspruchsvolle Konversation kann das Gedächtnis verbessern, wie Forscher in Michigan herausgefunden haben. Wer sich zudem über ein emotionales Thema unterhält, baut dabei Stress ab und schützt die Neuronen im Gehirn.

Um das Gehirn auf Trab zu halten, rät Small außerdem dazu, Spiele zu spielen und zu reisen. Beides aktiviere Zellen im Hirn. Wer außerdem Neues lernt – etwa ein Seniorenstudium an der Universität beginnt –, reduziere sein Risiko für Alzheimer.

Sogar an den digitalen Technologien findet Small etwas Gutes: ihm zufolge gebe es Spiele für Smartphones, die den Ausbau von Fähigkeiten wie Multitasking und Problemlösungsstrategien begünstigen. Das Benutzen von Online-Suchmaschinen könne zudem neuronale Schaltkreise aktivieren.

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