Zöliakie und Allergie: Tipps zum bedenkenlosen Naschen von Weihnachtsgebäck

Glutenunverträglichkeit: So Weihnachtsgebäck bedenkenlos naschen

Wenn in der Adventszeit und den Festtagen weihnachtliche Leckereien locken, haben es Menschen, die an Zöliakie leiden, besonders schwer. Denn der Großteil des Gebäcks wird mit Getreidemehl zubereitet und genau das sollten Personen mit einer Glutenunverträglichkeit meiden, um gesundheitliche Beeinträchtigungen zu verhindern. Experten erklären, wie Betroffene Weihnachtsgebäck dennoch bedenkenlos naschen können.

Strikte Vermeidung von Gluten

Gesundheitsexperten zufolge leiden etwa ein bis zwei Prozent der deutschen Bevölkerung an einer Glutenunverträglichkeit (Zöliakie). Betroffene müssen streng auf ihre Ernährung achten, da der Verzehr von glutenhaltigen Lebensmitteln bei ihnen zu Entzündungen der Dünndarmschleimhaut führt. Das kann Symptome wie Bauchschmerzen, Durchfall und Übelkeit zur Folge haben. Gerade jetzt in der Adventszeit ist es für Menschen mit Zöliakie oft schwer, Verlockungen wie durch Spekulatius und Lebkuchen zu widerstehen. Doch das Gebäck wird in der Regel mit Getreidemehl zubereitet, dass das Klebereiweiß Gluten enthält. Experten erklären, wie Betroffene Weihnachtsplätzchen dennoch bedenkenlos naschen können.

Mit ein paar Tipps schmeckt es auch glutenfrei

Wer zu Hause backt, kann die Zutaten für weihnachtliches Gebäck selbst bestimmen, schreibt das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE).

Wie die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft erklärt, schmeckt es mit ein paar Tricks auch glutenfrei. Wichtig ist zunächst, die glutenfreien Zutaten strikt getrennt aufzubewahren. Bereits geringste Mengen Gluten können bei Betroffenen zu Beschwerden führen.

Das heißt, dass auch Arbeitsflächen, Backformen und Rührgeräte frei von Rückständen glutenhaltiger Lebensmittel sein müssen.

Glutenfreie Mehle, beispielsweise aus Hirse, Kartoffeln, Kastanie oder Buchweizen, reagieren anders als herkömmliche Weizenmehle.

Sie brauchen mehr Flüssigkeit und ein Verdickungsmittel wie Guarkernmehl, Flohsamenschalen oder Johannisbrotkernmehl, damit der Teig geschmeidig und elastisch wird.

Verstecktes Gluten

Außerdem trocknet glutenfreies Gebäck schneller aus. Das lässt sich allerdings durch Zugabe eines geriebenen Apfels oder einer geraspelten Karotte, etwas Quark oder einem zusätzlichen Ei verhindern.

Weil glutenfreie Teige sehr klebrig sind, werden sie am besten mit einer Küchenmaschine bearbeitet; oder man zieht Einmalhandschuhe an.

Helfen kann auch, den Teig für etwa eine Stunde in den Kühlschrank zu stellen. Zum Ausrollen wird er dann am besten zwischen zwei Lagen Backpapier gelegt.

Die Experten weisen darauf hin, dass sich auch in fertigen Gewürzmischungen, Backpulver, Vanillinzucker und Vanillinaroma Gluten verstecken kann. Reine Weihnachtsgewürze hingegen sind unbedenklich.

Ohne Milch und Eier backen

Laut dem BZfE müssen Allergiker in der Vorweihnachtszeit ebenfalls vorsichtig sein. Meist können unverträgliche Lebensmittel aber problemlos ersetzt werden.

Wer beispielsweise gegen Haselnüsse und Erdnüsse allergisch ist, gibt stattdessen Mandeln, Haferflocken, Kokosraspel oder Amaranth zum Teig.

Viele Plätzchen schmecken auch ohne Milch. Als Milch-Alternativen bieten sich unter anderem ein Soja-, Hafer- oder Reisdrink an.

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