Herzschrittmacher-Rückruf: 157.000 Geräte betroffen

Medtronic hat weltweit 157.000 Herzschrittmacher zurückgerufen. Wie der NDR berichtet, sollen die Geräte mutmaßlich in Herzzentren in ganz Deutschland eingesetzt worden sein. Mit der Programmierung des Geräts gebe es vermutlich Probleme. Für die meisten Patienten bestehe wahrscheinlich keine Gefahr, sagte Professor Andreas Franke dem Sender, doch zur Sicherheit müssten alle Patienten, bei denen der Herzschrittmacher eingesetzt wurde, kontrolliert werden.

Der Programmierungsfehler könne in seltenen Fällen dazu führen, dass die Schrittmacher Herzimpulse falsch interpretiert und nicht mehr funktioniert. Für die meisten Patienten sei das aber kein Problem, sagte Franke dem NDR. Sicherheitshalber müssten alle Patienten mit dem Medtronic-Schrittmacher kontrolliert werden. Franke spricht von der größten Rückrufaktion im Bereich der Kardiologie.

Software-Update erforderlich

In den meisten Fällen dürfte ein Software-Update ausreichen, damit das Gerät wieder fehlerfrei funktioniert, meint Franke laut NDR. Nur in wenigen Fällen sei eine Operation erforderlich. Wann das Update ausgerollt wird, ist derzeit noch unklar.

Medtronic geht davon aus, dass es in der zweiten Jahreshälfte ausgeliefert werden kann, wie aus einer Sicherheitsinformation des Herstellers aus dem Januar 2019 hervorgeht.

Betroffen sind von dem Fehler demnach die Schrittmacher der Marken Adapta, Versa, Relia, Attesta, Sphera und Vitatron. Wieviele Patienten von dem Rückruf betroffen sind, steht laut NDR-Informationen noch nicht fest.

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