Erenumab: G-BA bestätigt beträchtlichen Zusatznutzen

Der GemeinsameBundesausschuss (G-BA) hat die IQWiG-Bewertung und damit den beträchtlichenZusatznutzen des Migräneantikörpers Erenumab bestätigt, das teilte derZulassungsinhaber Novartis am vergangenen Montag mit. Allerdings gilt der beschlossenebeträchtliche Zusatznutzen nur für Patienten, bei denen mindestens fünfvorherige Therapien zur Migräneprophylaxe erfolglos waren. Für zwei weiterePatientengruppen legte Novartis keine Daten vor.

Metoprolol beziehungsweise Propranolol, Flunarizin, Topiramat,Amitriptylin, Valproinsäure oder Clostridium botulinum Toxin Typ A, letzteresnur bei chronischer Migräne – wenn diese prophylaktischen Vortherapien bei Migräne keinezufriedenstellende Besserung bringen, nicht geeignet sind oder nicht vertragenwerden, dann könnten Migräne-Patienten durch einen beträchtlichen Zusatznutzenvom Migräne-Antikörper Aimovig® (Erenumab) profitieren. Das ist das Fazit aus der frühenNutzenbewertung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), wie die NovartisPharma GmbH am gestrigen Montag mitteilte. 

Mehr zum Thema

IQWiG-Stellungnahme

Migräne-Antikörper Erenumab: Nur für austherapierte Patienten sinnvoll?

Bereits am 1. Februar hatte das Institut für Qualität undWirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) sein entsprechendes Urteilgefällt, dem der G-BA nun am 2. Mai gefolgt ist. Für die Nutzenbewertung hattensich IQWiG und G-BA aber nicht nur die austherapierten Patienten angeschaut,denen weder mit Metoprolol, Propranolol, Flunarizin, Topiramat, Amitriptylin,Valproinsäure oder Clostridium botulinum Toxin Typ A geholfen werden konnte.

WelchePatientengruppen (bis jetzt) nicht von Erenumab profitieren 

Der G-BA betrachtete auch „unbehandelte erwachsene Patienten und Patienten, die aufmindestens eine prophylaktische Medikation nur unzureichend angesprochen oderdiese nicht vertragen haben oder für diese nicht geeignet sind“. Außerdem hater sich als dritte Gruppe „erwachsene Patienten, die auf die medikamentösenTherapien/Wirkstoffklassen Metoprolol, Propranolol, Flunarizin, Topiramat,Amitriptylin nicht ansprechen, für diese nicht geeignet sind oder diese nichtvertragen“ angesehen – also ohne die Therapieoptionen Valproinsäure und Clostridiumbotulinum Toxin Typ A.

Als zweckmäßige Vergleichstherapie hätte in der erstgenannten Gruppe Metoprololoder Propranolol oder Flunarizin oder Topiramat oder Amitriptylin gedient, inder zweiten Gruppe hätten Valproinsäure oder Clostridium botulinum Toxin Typ Aentsprechend der Zulassung als zweckmäßige Vergleichstherapie zum Einsatzkommen sollen. Weil Novartis aber für keine der beiden Gruppen entsprechende Daten vorlegte, ist der Zusatznutzen für diese Gruppen laut G-BA auch nicht belegt.

Quelle: Den ganzen Artikel lesen