Drohen höhere Krankenkassenbeiträge?

Laut einer im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung erstellten Studie steuern die gesetzlichen Krankenkassen auf ein Defizit von 50 Milliarden Euro bis zum Jahr 2040 zu. Gründe dafür sind die demografische Entwicklung der Gesellschaft und höhere Pro-Kopf-Ausgaben. Was tun? Die Antwort dürfte den wenigsten gefallen. Die Beitragssätze müssten angehoben werden, von aktuell 14,6 Prozent auf 16,9 Prozent – oder gar noch mehr.

Der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) droht bis zum Jahr 2040 – wenn die Politik nicht gegensteuert – ein Loch von 50 Milliarden Euro. Das ist das Ergebnis einer Studie des Berliner IGES-Institutes (Institut für Gesundheits- und Sozialforschung) im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung. Trotz aktueller Finanzreserven – Ende 2018 betrugen die Rücklagen der Kassen 21 Milliarden Euro – zeichne sich ab, dass sich spätestens ab Mitte der 2020er Jahre die Schere zwischen Gesundheitsausgaben und Beitragseinnahmen wieder in Richtung Defizit öffnen werde, heißt es in einer Pressemeldung der Stiftung. Auch die Süddeutsche Zeitung berichtet am heutigen Mittwoch über die Studie. Ihr zufolge sind die Finanzreserven bei gleichbleibenden Beitragssätzen bis 2031 aufgebraucht.

Demografische Entwicklung und höhere Pro-Kopf-Ausgaben

Als Gründe für das drohende Milliardendefizit nennen die IGES-Autoren die demografische Entwicklung: Mit einem steigenden Anteil älterer Menschen, die Gesundheitsleistungen in Anspruch nehmen, und dem Eintritt der geburtenstarken Jahrgänge ins Rentenalter sänken die Einnahmen der GKV. Zusätzlich seien die Pro-Kopf-Ausgaben im Gesundheitswesen gestiegen. Was also tun?

Beitragssätze von 16,9 Prozent?

Um diese Entwicklung zu kompensieren, müsse der durchschnittliche Beitragssatz der Versicherten erhöht werden. Derzeit liegt dieser bei 14,6 Prozent. Er müsste nach Ergebnissen der Studie bis 2040 schrittweise auf 16,9 Prozent steigen. Würden sich die medizinsichen Leistungen in den nächsten Jahren stärker verteuern als bisher antizipiert, könnte auch ein Beitragssatz von 18,7 Prozent drohen.

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