Beziehungsfrage: Was tun, wenn der Partner immer defensiv reagiert?

Manche Menschen reagieren schnell erregt, beleidigt oder traurig.

Für ihre Partner löst das oft Unverständnis aus: Denn der andere geht sehr leicht in die Defensive – selbst wenn er oder sie gar nicht kritisiert wurde.

Was steckt dahinter und wie kann man an dieser Beziehungsdynamik etwas verändern?

Zwei Faktoren: Unsicherheit und Wertschätzung

Eine Defensivhaltung ist eine Verteidigungsreaktion – Schutzmechanismen sind überlebenswichtig. Darum sollte man sich fragen, wovor schützt die defensive Reaktion?

Um einen zu einer Defensivhaltung neigenden Partner zu verstehen, sollte man überlegen, ob derjenige grundsätzlich unsicher ist. Wenn es beim Selbstbewusstsein hakt, fühlt man sich leicht angegriffen oder kritisiert, auch wenn man sich gar nichts bei seinen Bemerkungen denkt.

Die andere Seite der Medaille: Vielleicht schwingt in den eigenen, als neutral oder positiv empfundenen Äußerungen doch eine versteckte Kritik, Bevormundung oder Gängelung mit? Bevor man probiert, den anderen zu verändern, sollte man schauen, ob man nicht doch selbst der Auslöser für das Verhalten des Partners ist.

Dann sollte man lieber an sich selbst arbeiten, statt den anderen noch mehr in die Defensive zu treiben. Vielleicht gibt es gute Gründe, warum der andere sich nicht ausreichend respektiert und geschätzt fühlt und oft empfindlich reagiert?

Den sensiblen Partner akzeptieren

Auch das angeborene Temperament, das jeder hat, spielt eine Rolle. Manche Menschen sind von Natur aus dünnhäutiger als andere – ebenso wie einige andere manchmal zugegebenermaßen etwas unsensibel in ihren Äußerungen sein können.

Wenn der Partner nun einmal dünnhäutiger ist als andere, dann sollte man ihn oder sie einfach so akzeptieren und darauf Rücksicht nehmen.

Respekt zollen und Vertrauen stärken

Möglicherweise stellt man bei genauerem Hinsehen fest, dass es Wunden zu heilen und Schieflagen zu beseitigen gibt. Falls die Ursachen für überempfindliche Reaktionen außerhalb der Beziehung liegen, kann man den Partner bestärken, an Ängsten oder alten Traumata zu arbeiten – möglicherweise mit professioneller Hilfe. Was nie hilft: Ungeduld, Unverständnis und Druck.

Natürlich gibt es auch eine gespielte Schwäche oder Opferhaltung, die sich in defensiven Reaktionen zeigt. Dahinter kann sich ein verdrehtes Machtspiel verbergen, dem man mit etwas Glück und offenen Worten auf den Grund gehen kann.

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